Die Sächsische Zeitung berichtet (eine Woche zu spät später) über eine Störaktion im Dresdner Stadtrat. Der kurze Bericht wirkt relativ sachlich, nur diskutiert er nicht den Inhalt der Störaktion, die Orosz‘ Handhabe mit den Brandanschlägen betrifft. Statt dessen geht es um Orosz‘ Intervention. Hm. Immerhin. Aber trotzdem: eigentlich langweilig. addn-Artikel dazu hier.
Störaktion im Stadtrat löst Streit um Helma Orosz aus
Thilo AlexeLautstarke Proteste linker Jugendlicher im Stadtrat rufen die Fraktionen auf den Plan.
Die Aktion war kurz und laut: Während die SPD zum Thema Brandanschläge in Dresden eine Frage an Rathauschefin Helma Orosz (CDU) stellte, raschelte es plötzlich. Rund ein Dutzend offenbar linker Jugendlicher warf Flugblätter der „Antifaschistischen Aktion“ von der Besuchertribüne in den Ratssaal. Zudem beschwerte sich eine Rednerin per Megaphon über die Oberbürgermeisterin. Tenor der Kritik: Orosz habe sich nach zwei Anschlägen auf linke Wohnprojekte in Schweigen gehüllt. Erst nach dem Angriff auf den jüdischen Friedhof sei sie in die Offensive gegangen und habe die Tat verurteilt.Polizei in der Pause
Die Oberbürgermeisterin hatte zunächst souverän reagiert. Sie wies die Jugendlichen auf die Sitzungsordnung hin, die Äußerungen von Zuschauern nicht vorsieht. Sie drohte ferner, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Die Gruppe beruhigte sich und hörte weiter zu. In der Sitzungspause aber erschien die Polizei und nahm offenbar Personalien auf. Rückendeckung für Orosz kommt nun von der FDP. Die Oberbürgermeisterin habe umsichtig gehandelt, sagt Fraktionschef Holger Zastrow.
Und fügt hinzu: „Als Stadträte können wir froh sein, dass die Polizei da war. Denn was wäre passiert, wenn die Störer sich nicht beruhigt oder gar mit Gegenständen geworfen hätten?“ So hätten linke Störer im Februar 2000 Stadträte mit Mehl und Eiern traktiert.
Zuvor hatten sich die Grünen skeptisch geäußert. Sie wollen wissen, ob die Polizei mit Zustimmung von Orosz geholt wurde. Stadträtin Elke Zimmermann verwies darauf, dass früher Dynamo-Fans bei Debatten zum Stadion mit Bierflaschen auf der Tribüne gesessen hätten. Vor diesem Hintergrund sei das Vorgehen gegen die Jugendlichen nur schwer verständlich.
Die Grünen haben einen Fragenkatalog an Orosz formuliert, um das Geschehen vom vergangenen Donnerstag aufzuarbeiten.
Die SächsischeZeitung berichtet (eine Woche zu spät)… – das ist so falsch, da einen Tag nach der Sitzung in der SZ, wenn auch nur kurz, zu lesen war….
… meinta natürlich davon (der Störung) zu lesen war…
sorry
)
thx. done.